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  • Samira Neuhaus

Mein Weg zum Ayurveda

Aktualisiert: 22. Aug. 2020


Mein Bezug zum Ursprungsland des Ayurveda, nämlich Indien, ist schon seit frühster Kindheit geprägt. Meine beiden älteren Schwestern haben Ihre Wurzeln in Indien, sind aber viel stärker mit der Schweiz verankert als ich selbst (hab euch lieb:-)

Bereits sehr früh habe ich gespürt, wie ich mich zu Indien verbunden fühle. Als ich dann 2011 zum ersten Mal "nach Hause" reiste - weil ja, genau so fühlte es sich an, hatte ich ein Gefühl von ankommen und Verbundenheit.


Die indische Heilkunde kannte ich zu dem Zeitpunkt aber schon...


Ayurveda kann man sagen, hat mich wirklich ganz tief aus der Sch..... gezogen. Als ich mit 15 Jahren die obligatorische Schulzeit und somit auch alle meine Freunde nach und nach hinter mich gelassen habe, begann ein neues Abenteuer. Ich habe meine Lehre absolviert, rein in die Erwachsenenwelt, neue Freunde kamen, erste grosse Liebe, Partys... nichts war mehr wie es war und das war toll ! Ich war sehr jung,attraktiv, fühlte mich, als könnte mich nichts aufhalten und ich fühlte mich pudelwohl in meiner Haut, ging viel aus und hatte Spass am Leben.


Ich beschäftigte mich sehr viel mit gesunder Ernährung - einfach weil es mich interessierte, verschlingte diese fahrlässigen Frauenmagazine und begann irgendwann mal mit einer Diät (obwohl ich rank und schlank war). Hier war ich dann auch schon im Teufelskreis von Diätwahn und Heisshungerattacken angekommen und fühlte mich immer wie unwohler in meiner Haut. Ich ging nicht mehr raus, zog mich zurück - von meinen Freunden, meiner Familie, meinem Freund ... ich hatte absolut die Kontrolle über meinen Körper verloren! Ich wollte attraktiv und schlank sein (war ich eigentlich immer), doch sah ich mich als absolut hässliches ich im Spiegelbild (Willkommen Essstörung). Irgendwann ging ich mit meinem "Problem" zu meiner Familie... den Rat nach einer Sitzung von einer Psychiaterin mich in die geschlossene einzuweisen, lehnte ich dann aber dankend ab. Mein Körper und meine Seele waren wie in zwei Welten und nicht mehr mit einander in Kontakt... Antidepressiva waren hier jedoch das einzige, was ich verschrieben bekam.


Nach eigenen Recherchen im Internet und vielen anderen Versuchen vorher fiel ich dann irgendwann auf "Ayurveda" und suchte mir einen Therapeuten in der Region. Als ich zum ersten Termin erschien, roch es am Empfang bereits nach Räucherstäbchen - sofort fühlte ich mich wohl und geborgen. Beim Gespräch erklärte mir Kumar dann die Prinzipien mit den 3 Doshas Vata, Pitta und Kapha und die Wirkung von allen in unserem Körper. Hier hörte ich zum ERSTEN Mal, dass unser Körper wie auch unsere Seele durch die Ernährung beeinflusst werden. Auch erklärte er mir, dass es normal sei, ausser Balance zu sein und dass wir alle anders sind und deshalb auch anders essen und leben. Was für meine Schwester und meinen Vater gut ist, muss nicht zwingend auch für mich gut sein.. und dass ich Depressionen kriege nach so viel Rohkost habe ich nach dem Gespräch auch verstanden. Alles ist so verständlich und einfach - ganz einfach nach den Prinzipien der Natur. Ich habe mich sofort verliebt und seitdem begleitet mich Ayurveda durch mein Leben - durch meine Höhen und Tiefen. Ich durfte mich und meinen Körper neu kennen lernen und habe mich endlich angenommen, akzeptiert und mich lieben gelernt.


" Als ich begann mich selbst zu lieben, befreite ich mich von allem, was nicht gut für meine Gesundheit ist,  von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich hinunter zog und weg von mir selbst. Anfangs nannte ich diese Haltung gesunden Egoismus. Heute weiß ich, es ist Selbstliebe. "

Charlie Chaplin



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