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  • Samira Neuhaus

Loslassen - Reisen mit leichtem Gepäck

Aktualisiert: 21. Aug. 2020

Warum einer meiner ersten Artikel als "Herzthema" ausgerechnet übers Loslassen?

Loslassen - das ist eines DER Themen, was mich am meisten herausgefordert (und auch jetzt in gewissen Situationen immer noch herausfordert), meinem Leben aber gleichzeitig auch unglaublich viel geschenkt hat.


Kennst du die Situation, wenn du dich an die Ferienvorbereitung machst und deinen bereits vollgepackten Reisekoffer noch mehr füllen willst, weil du das wichtigste vergessen hast? Kein Platz mehr und Koffer geht nicht mehr zu? Was nun? Ja, du packst aus und lässt alles, was du nicht brauchst, zu Hause.


Warum aber, schleppen wir unseren ganzen emotionalen Ballast Tag für Tag mit uns rum?


Wir können nur schwer auf etwas aufbauen, wo noch viel Ballast in Form von Wut, Schmerz, Angst, Trauer, vorhanden ist. Ich sage nicht, es ist unmöglich, aber es raubt dir viel Energie und Zeit, welche du für anderes in deinem Leben aufbringen könntest - zum Beispiel um dir dein Leben zu erschaffen, was du dir wünschst, eine harmonische Beziehung zu führen, für eine Ausbildung, usw.


Ok ja, habe ich verstanden. Ich habe Schmerz und Wut in mir. Aber wo fange ich an?

Stell dir einen Rucksack vor, voll gepackt mit Steinen - grossen, kleinen, alle Formen und Farben...

Ganz intuitiv würde ich von oben herab die Steine rausnehmen und sobald sich die grösseren Steine zeigen, würde ich die grossen Brocken herausnehmen. So habe ich direkt weniger Ballast zum rumschleppen und mehr Energie.


Eigentlich fühle ich mich aber ganz wohl mit dem Ballast, ich will nicht auf meine grossen Steine im Rucksack sehen und den Schmerz wieder spüren, den er mir verursacht.

Du darfst den Ballast auch behalten und deinen schweren Rucksack weitertragen. Aber möchtest du nicht die wundervollen Dinge, die dir im Leben widerfahren - die unglaublichen Wunder, mit Leichtigkeit und voller Freude erleben?

Kann es sein, dass du dich auch wohlfühlst in deiner Opferrolle? Du dir so Gründe zurechtlegen kannst, warum du etwas nicht schaffen kannst? Ist es nicht bequemer und praktisch? Bekommst du dadurch vielleicht auch Aufmerksamkeit, die du dir so ersehnst? Ich wollte die Punkte lange nicht hören und doch haben sie mich angesprochen.


Einfach ist anders, ganz klar.


Es gibt aber Momente im Leben, da fällt das Loslassen (Sei es Gewicht, emotionaler Belast, schlechte Gewohnheiten etc. ) von Natur aus leichter. Denken wir doch mal an das Jahresende... ein Jahr geht zu Ende und wir haben das Bedürfnis, uns von Dingen, Situationen zu trennen und fokussieren uns auf etwas neues.

Wir müssen aber nicht warten bis zum 31. Dezember. Monat für Monat schenkt uns der Mond Kraft zum Loslassen. Hast du nicht auch schon bemerkt, dass du bei abnehmendem Mond weniger schnell zunimmst oder dass du müder bist? Sensibler und emotional geladen? Spürst du eine Leere? Die Zeit vor und bis zu Neumond können wir nutzen, um alles, was nicht mehr passt, loszulassen. Energetisch gesehen fällt es uns in dieser Zeit leichter, uns von Menschen, Dingen, Emotionen, Gewohnheiten, die uns nicht mehr gut tun, zu trennen.


Auch der Monatszyklus der Frau schenkt uns diese Energie... deshalb zum Teil auch die Regelschmerzen. Nicht immer sind es auch körperliche Ursachen Grund für unsere körperliche Schmerzen.. manchmal sind es auch aufgestaute Emotionen, unverarbeiteter Schmerz, der noch Sitzt und der Körper gibt uns das Signal, dass Zeit ist loszulassen.


Versuchs doch mal: Schreib dir in dieser Zeit am besten auf, was gerade in dir hochkommt. Welche Gefühle zeigen sich? Wovon willst du dich endlich trennen? Wenn sich mir besondere Themen zeigen, notiere ich mir alles auf ein Blatt Papier, ich schreibe alles auf, alles! Und bin ich bereit alles loszulassen ? So habe ich mir ein Ritual eingeführt und verbrenne die Liste in der Nacht von Neumond. Für mich ist das Ritual ein Symbol für mein Loslassen. Vielleicht brauchst du kein Ritual. Oder hast du ein anderes Ritual für dich gefunden? Oder was hilft dir allgemein beim Loslassen?


Von Herz zu Herz,

Samira







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